Daniela Kluckert

Alles vernetzt?

Smart Living braucht eine smarte Netzpolitik

„Ich habe vergessen, den Backofen auszumachen.“ Was früher die Fahrt in den Urlaub unterbrochen hat, lässt sich heute per App auf dem Smartphone lösen. Längst ist das Fernsteuern vom Backofen, der Waschmaschine oder der Sprinkleranlage im Garten keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität. Je mehr Geräte sich jedoch pro Haushalt ins Internet einklinken, desto höher muss die Bandbreite des Anschlusses sein

Als stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur besitzt die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellem Internet für Daniela Kluckert höchste Priorität. Sie begleitet dabei nicht nur den Ausbau von schnellem Internet, sondern auch seine Anwendung. Der digitale Wandel verändert unser aller Leben, lassen Sie ihn uns daher nach unseren Vorstellungen gestalten. Smart Home kennen wir alle, es hat inzwischen in vielen deutschen Haushalten Einzug gehalten: Durch die Vernetzung von Geräten im Haushalt kann der persönliche Komfort gesteigert, mehr Sicherheit gewährleistet oder zusätzliche Energie gespart werden. Der nächste Schritt in der technischen Entwicklung ist nun Smart Living: Hier werden Komponenten, Geräte und Funktionen über die eigene Wohnumgebung hinaus verknüpft. 

Damit ergeben sich aktuell große Chancen für den Ausbau des autonomen Fahrens sowie im Gesundheits- und Bildungsbereich. Erfreuen sich heute schon die sogenannten „Fitnessarmbänder“  großer Beliebtheit, so werden intelligent vernetzte Gesundheitsdaten zukünftig sehr viel genauere ärztliche Diagnosen und damit auch abgestimmtere Therapien hervorbringen und dem Patienten passgenaue Tipps für seinen individuellen Lebenswandel geben können. Clever vernetzte technische Hilfen werden es älteren Menschen ermöglichen, wesentlich länger selbstbestimmt im eigenen Wohnumfeld zu bleiben. Im Bildungsbereich wird das Üben durch personalisierte Anwenderprogramme deutlich effizienter – eine Riesenchance, zum Beispiel beim Erwerb von Fremdsprachen. 

Die Enquetekommission Künstliche Intelligenz, deren Mitglied Daniela Kluckert ist, diskutiert über den notwendigen rechtlichen Rahmen für diese neuen technischen Entwicklungen. Dieser muss ggf. dort Grenzen aufzeigen, wo Datensicherheit und unsere moralisch-ethischen Vorstellungen dies gebieten. Für uns Liberale ist jedoch ganz deutlich: Eine Überregulierung wollen wir hierbei vermeiden, damit jeder für sich – und wenn auch erst in 10 Jahren – in hohem Maße selbst entscheiden kann, welche Vorteile von Smart Living er nutzen möchte und welche für sein persönliches Leben weniger relevant sind.